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Das leckerste Praktikum der Welt? ;-)

…Als ich diese Überschrift der Praktikumsausschreibung las, musste ich erst zwei Mal hinschauen. … TastyBox? Was ist denn das? Klingt spannend.
Meine Recherchen führten mich nach München, besser gesagt auf die Website der foodieSquare GmbH. Ich war direkt begeistert von der Idee dieses Start-Up Unternehmens, das frische und nachhaltig produzierte Lebensmittel aus der Region liebevoll in eine kleine „TastyBox“ packt und diese samt köstlichem Inhalt durch ganz Deutschland liefert.

Ein Skype-Interview mit Sammy, ein zweites mit Guerson. Circa eine Woche später die E-Mail: „Hi Natalie, du bist dabei!“.


Und nun bin ich auch schon hier: Im leckersten Unternehmen Deutschlands. Seit ungefähr drei Wochen gehöre ich nun stolz zum TastyBox Team und freue mich, für Euch die leckersten Raritäten Deutschlands zu finden und Euch vor allem hier im Blog immer auf dem Laufenden zu halten, wenn es rund um die TastyBox geht.

Schon damals in der Küche meiner Mama, habe ich es geliebt die Frikadellen „zu mantschen“ 😉 und ich liebe es auch heute noch zu Kochen. Ob einfache Gerichte, oder kleine Herausforderungen – ich entdecke gerne Neues! Durch die Gerichte á la Mama bin ich gutes Essen mit frischen und leckeren Zutaten gewöhnt, auch das Anrichten von den gekochten Leckereien macht einfach nur Spaß – Man sagt ja immer so schön: „Das Auge isst mit!“ 😉 Aber nicht nur deshalb fand ich es reizvoll in einem Unternehmen wie diesem mitarbeiten zu wollen. Denn auch die Philosophie hinter diesem Unternehmen ist einfach besonders – hier gibt es ausschliesslich ehrliche Lebensmittel von ehrlichen Menschen – und das hat mich überzeugt!

Schon in meiner zweiten Woche durfte ich das TastyBox Team bekochen. Nudeln Pappardelle und Steinpilze. Daraus sollte ich in der Mittagspause was zaubern. Gerne! 500g der leckeren und speziellen Nudeln in einen Topf geworfen, frische Steinpilze vom Viktualienmarkt und dazu eine Sahne-Sauce mit Sahne der Sennerei Lehern, nicht weit von hier. Es hat einfach nur Spaß gemacht mit solchen Zutaten zu kochen und vorallem der „Schuss“ Wein und die weissen, leckeren Macadamia Nüsse, mit denen Sammy das Gericht verfeinert hatte, rundeten das Mittagsessen perfekt ab!

Nudeln Pappardelle mit frischer Sahne-Steinpilzsauce

Nudeln Pappardelle mit frischer Sahne-Steinpilzsauce
(Foto: N. Niebuhr)

Besser können die ersten Wochen im Praktikum doch gar nicht sein! 😉 Und ich freue mich sehr auf die nächste Zeit hier im Team und darauf, neue und spannende Erfahrungen in dem jungen Münchner Unternehmen zu sammeln!

köstliche Grüße,

Natalie

#1: Iss, was Du retten willst!

Lecker, nachhaltig, traditionell, handgefertigt, regional….so sind die Lebensmittel unserer TastyBox – einfach ehrlich. Wir zeigen Euch jeden Mittwoch, was wir unter “ehrlichen Lebensmitteln” verstehen. Und heute geht’s los: #1: Iss, was Du retten willst!

Baum der Lebensmittelvielfalt

Baum der Lebensmittelvielfalt
Quelle: National Geographic, Rural Advancement Foundation International

Um die Vielfalt regionaler Lebensmittel zu erhalten, müssen diese Lebensmittel auf den Tellern landen. Ob die alte Kartoffelsorte „Bamberger Hörnla“, Grünkern, oder auch Tiere, wie das Hällische Landschwein (alle bereits in der TastyBox vorgestellt).
Weil die Industrie Lebensmittel bevorzugt, die man in Massen herstellen kann, sprich: sich manipulieren und behandeln lassen, wurde die Vielfalt an Lebensmitteln stark reduziert. Deshalb sind in den letzten Jahren 93% an ursprünglichen Lebensmitteln verschwunden. 
Mit der TastyBox wollen wir das verändern! Wir finden und packen in die TastyBox genau diese Lebensmittel. Die, die ehrlicher, gesünder und auch geschmacksintensiver sind als die Industrieware aus dem Supermarkt. Somit erreichen wir nicht nur neue kulinarische Abenteuer und Erlebnisse, sondern unterstützen auch die kleinen Hersteller, die es noch gibt. Und wir sind  damit nicht allein. Viele Sterneköche und Organisationen wie Slow Food beschäftigen sich mit dem Thema seit Jahren.

Deshalb: Esst Lebensmittel, die wir retten können und müssen. Welche das sind? Wir finden sie für Euch jede Woche in der TastyBox.

Kochbuchautorin Ingeborg Pils im Interview

Ingeborg Pils auf einem Markt in Hongkong

„Ich bin überzeugte Anhängerin von Slow Food. Ich will wissen, was ich esse, woher die Lebensmittel kommen und wer sie verarbeitet hat. Dennoch: Essen muss Spaß machen und schmecken. Wenn es dann obendrein noch gesund ist, umso besser.“

Kochbuchautorin und Fachjournalistin Ingeborg Pils hat schon die ganze Welt bereist und lässt sich dabei kulinarisch inspirieren. Viele unserer Rezepte der TastyBoxen stammen aus ihrer Feder. In einem Interview verrät sie uns, was Kochen für sie bedeutet.

Wer bist Du und was ist Deine Leidenschaft?

Ich bin Journalistin und Köchin aus Leidenschaft, außerdem bekennender Familienmensch. Zu kochen, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen, zu essen, zu trinken und zu reden – das ist für mich Leben und Genuss pur.

Wie bist Du zu Deinem Beruf gekommen?

Meine journalistische Karriere begann am Gymnasium. Hier war ich einige Jahre Chefredakteurin der Schülerzeitung. Außerdem bin ich in einem journalistisch geprägten, sehr gastfreundlichen Umfeld aufgewachsen und war schon in meiner Jugend eine neugierige Leseratte. Mein Vater war ein bekannter Fachjournalist, meine Mutter (und die Omas) leidenschaftliche und gute Köchinnen. Ich habe eine Schwester und einen Bruder. Meine Eltern haben großen Wert darauf gelegt, dass jeden Tag gemeinsam gefrühstückt und zu Abend gegessen wurde. Am schönsten waren die Sonntage. Da gab es ein spätes Frühstück, das dann in einen Brunch vor dem „Frühschoppen“ (so hieß früher der Presseclub im Ersten) überging und am späten Nachmittag mit einem Sonntagsbraten endete.

 Was macht Dir am meisten Freude an Deinem Beruf?

Die Möglichkeit, ein Leben lang Neues zu entdecken und zu lernen – und dafür auch noch Geld zu bekommen. Außerdem lerne ich bei meinen Recherchen ständig Menschen und Plätze kennen, die vielen verborgen bleiben. Ich finde es spannender, irgendwo auf der Welt mit einem Koch auf dem Markt einzukaufen und zu kochen als „nur“ in seinem Restaurant zu essen. Vieles, was man dabei erlebt, kann man sich mit Geld nicht kaufen.

Was ist das Verrückteste, was Dir in Deinem Beruf passiert ist?

Ich hatte bereits an über 50 Kochbüchern mitgearbeitet, als ich mehr aus Spaß (und weil ich seit meiner Kindheit Hunde habe) ein Backbuch mit Rezepten für Hundekekse geschrieben habe, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Daraufhin habe ich eine Menge E-Mails aus Australien und Neuseeland bekommen von „besorgten“ Hundebesitzern, die glaubten, ihre Vierbeiner würden krank werden, weil einige Rezepte ihrer Meinung nach „giftige“ Zutaten wie Rosinen oder Knoblauch enthalten. Zuerst war ich amüsiert, dann verärgert. Es wäre sehr schön, wenn sich Menschen um die Ernährung ihrer Kinder ebenso viele Gedanken machen würden, wie um das Futter ihrer Hunde.

Was ist Dein Lieblingsgericht und warum?

Alles, was mit Liebe und guten Produkten zubereitet wird, idealerweise auch noch von Menschen, die ich mag.

Kochen ist für mich…..

Entspannung, Inspiration und die zweitschönste Nebensache der Welt!

Mehr Erlebnisse, Rezeptideen und Fotos teilt Ingeborg hier!

Neues vom foodieSquare Team

Hallo liebe foodies da draußen,

„Liebe geht durch den Magen“, heißt es, und das unterschreibe ich glatt! Gemeinsam kochen, genießen, neue Produkte ausprobieren. Essen hat mich schon immer begeistert. Mit sechs Jahren habe ich im Kochbuch meiner Mama ein Rezept aufgeschrieben, meine ersten Schreibversuche. Bis heute liebe ich alles rund um gutes Kochen und Essen, und so bin ich auf foodieSquare gestoßen.

Ich darf mich kurz bei Euch vorstellen. Ich bin Sabrina und frisch ins foodieSquare Team gekommen. Ich freue mich nicht nur darüber, Teil des leckersten Unternehmens der Welt  zu sein, sondern auch auf die spannende Aufgabe, Euch in unserem Blog auf dem Laufenden zu halten. Wir haben uns einiges vorgenommen: Wir wollen Euch berichten- über Menschen mit Leidenschaft, Trends & aktuelle Themen in der Foodie- Welt, bis hin zu Einblicken in unsere TastyTouren und Verkostungen der TastyBox. Dabei steht immer das im Mittelpunkt, was uns am Herzen liegt: Ehrliche Lebensmittel von ehrlichen Menschen!

Wie geht es Euch bei solchen Nachrichten? „Gestrecktes Hackfleisch bei Netto“ (foodwatch.de). Ich werde sauer. Mit einem Gemisch aus Wasser, Eiweiß, Mehl, Rote Beete Saft und Gewürzen wird das Hackfleisch gestreckt. Was das noch mit ehrlichen Lebensmitteln zu tun hat? Mit „ehrlich“ schon mal gar nichts. Und auch „Lebensmittel“ ist schon sehr weit hergeholt. In seinem Buch „Lebensmittel“, stellt der Journalist Michael Pollan fest, dass industrielle Substanzen aus den Supermärkten- siehe obige Hackpampe- keine Lebensmittel mehr sind.

Wir wollen etwas ändern, in der Art und Weise, wie Lebensmittel heute hergestellt und behandelt werden. Wie die Slow Food Bewegung, wollen wir etwas „Handfestes“, wenn wir ein Produkt vor uns haben. Aus kleineren Manufakturen mit fairen Rohstoffen und ehrlichen Menschen dahinter. Wenn es um tierische Produkte geht, sollen diese ein artgerechtes und tierisch gutes Leben haben. In unserem Blog werden wir Euch immer wieder mit neuen Entdeckungen überraschen! Ich freue mich schon wahnsinnig darauf und hoffe, ihr verfolgt gemeinsam mit uns die kommenden spannenden Geschichten und Leckerbissen!

Eine ganz köstliche Woche wünsche ich Euch!

Sabrina

Der deutsche Lebensmittelskandal und was Konsumenten daraus lernen sollten

Deutsche Lebensmittleskandal (Bild: dokufilme.blogspot.de)

Deutsche Lebensmittleskandal (Bild: dokufilme.blogspot.de)

Please click here for the english version. In Deutschland wurde ein Lebensmittelskandal mit Dioxin-Verseuchten Lebensmitteln (bis jetzt sind Eier, Geflügel und Schweinefleisch betroffen) Ende 2010 aufgedeckt und die Öffentlichkeit 2011 informiert. Laut der Europäischen Union begann der Vorfall als Fett – von einer Biodieselfirma – welches eigentlich für Industrieprozesse verwendet wird  mit pflanzlichen Futterfetten gemischt wurde um Tierfutter herzustellen. Das kontaminierte Futter wurde an verschiedene landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland ausgeliefert und durch Schweine und Hühner konsumiert deren Fleisch und Eier nun höhere Dioxinwerte aufweisen als das EU-Recht vorsieht. Die meisten betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe sind Schweinefarmen in Niedersachsen. Einige der Eier wurden an weiterverarbeitende Betriebe in den Niederlanden geliefert und 14 Tonnen pasteurisierte Eier wurden nach Großbritannien geschickt, wo diese die in die Nahrungskette eingebracht wurden. EU-Verantwortliche sagen dass sie über den Vorfall am 27 Dezember 2010 zum ersten Mal von Deutschland informiert wurden. Aber die erste Nachricht bezog sich nur auf eine Lieferung – 26 Tonnen – von kontaminierten Futtermitteln. Am 3 Januar 2011 realisierten deutsche Beamte dass die Kontaminierung weitaus größer war – insgesamt neun Lieferungen, geliefert an 25 Futterhersteller. Das Ministerium von Schlesweig-Holstein sagt jedoch, der Dioxinalarm begann schon im März 2010. Dem verantwortlichen Betrieb wird unterstellt die Behörden nicht informiert zu haben. Testresultate die später durch das Ministerium veröffentlicht wurden zeigen, dass das Fett im Futtermittel den Grenzwert um das 77-Fache übersteigt.

Es ist zu einfach die Industrie allein verantwortlich zu machen – Konsumenten tragen eine Teilverantwortung

Industrial Chicken Farm (Massentierhaltung, Bild:Greenpeace.de)

Industrial Chicken Farm (Massentierhaltung, Bild:Greenpeace.de)

Umweltschützer machen die industrialisierte Lebensmittelproduktion für den Dioxinskandal verantwortlich. Eine Teilschuld trägt sicherlich die Industrie und vor allem die Betriebe die Gesetze brechen und deswegen zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Zum Teil ist jedoch auch der sehr preissensitive Lebensmittelkäufer verantwortlich. Diese Konsumenten die nur auf den Preis schauen setzen die Industrie indirekt unter Druck die Preise weiter zu senken. Ein Resultat ist, dass obwohl der Lebensmittelabsatz in 2009 konstant blieb, die Lebensmittelumsätze um 4% gefallen sind.

Unterstützt kleine lokale Produzenten anstatt ausschließlich die Supermarktketten

Nichts ist umsonst, dies sollte der Konsument im Hinterkopf behalten wenn er einkaufen geht. Natürlich ist es für manche Menschen nicht möglich andauernd biologische Produkte einzukaufen und man könnte argumentieren dass biologisch nicht immer besser ist. Eines ist jedoch sicher, ab und zu bei lokalen kleinen Produzenten einzukaufen die ihre Wertschöpfungskette in der eigenen Hand haben (Produzenten die zum Beispiel den Mais ohne künstliche Dünger selbst anbauen den sie zum Futtern ihrer Hühner verwenden) wird helfen die Produktvielfalt zu erhalten oder gar zu stärken. Wenn der nächste Lebensmittelskandal kommt hat man wenigstens einen lokalen Produzenten von dem man einkaufen kann… foodieSquare unterstützt die europaweite Lebensmittelvielfalt und -kultur Indem wir kleinen traditionellen Lebensmittelproduzenten ermöglichen auf unserem Marktplatz online ihre Produkte zu verkaufen, verfolgen wir dasselbe Ziel wie die Slow Food Bewegung, nämlich die unzähligen traditionellen Getreidesorten, Gemüsesorten, Tierrassen und Lebensmittel zu schützen. Diese würden ansonsten durch industrialisierte Lebensmittelproduktion und Fast Food verdrängt werden. Sammy


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Über uns

Wir finden bodenständige, unabhängig produzierte Lebensmittel aus kleinen Manufakturen viel spannender – handgemacht, ehrlich, geschmacksintensiv! Echte Raritäten eben.

E-Mail: service@tastybox.de
Tel: +49 89-3796-9598
Website: www.tastybox.de.de

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