Das große Weihnachtsessen: Es kann so einfach sein!

Würstchen mit Kartoffelsalat: Ein Klassiker zu Weihnachten

Würstchen mit Kartoffelsalat: Ein Klassiker zu Weihnachten

Gans, Ente, Karpfen, Raclette oder Braten? Was ist Euer Weihnachtsabend-Klassiker? TastyBox Foodscout Johann mag es schlicht und stressfrei: Würstchen mit Kartoffelsalat. Und hat da aber noch ein Ass im Ärmel, wenn es um die Zubereitung geht. Was für ein Schlitzohr! Mehr über die größte Geburtstagsparty des Jahres, Futterjagd im Supermarkt und einen Wiener aus Frankfurt gibt es hier:

Wahrscheinlich konnte sich Maria nicht vorstellen, dass sich ihre Schwangerschaft im Jahr 2013 signifikant auf den Konsumklimaindex der Deutschen Privathaushalte auswirken würde.

Das wahre Wunder ist doch, dass in unserem tugendhaften Land regelmäßig der Ausnahmezustand ausgerufen wird. Und das nur für  eine Geburtstagsparty am 24. Dezember. Wer sich diese Tage nicht zur gut versorgten Besatzung der ISS-Raumstation zählen darf, muss das eine oder andere Ungemach in Kauf nehmen, um die Festtage ohne schwere Psychotraumata durchzustehen.

Am Samstag vor Weihnachten werden gefühlte 52 Billionen Euro nur zur Vorratsbeschaffung umgesetzt. Feinkostläden und Lebensmittelabteilungen gleichen der frühmittelalterlichen Vorstellung der Hölle. Mein Lieblings-Supermarkt hat sich in einen Schauplatz aus Resident Evil verwandelt. Hier hat das Wort „Foodhunter“ seinen Ursprung. Aber es geht auch anders.  Ich verzichte auf Jacobsmuscheln und Räucherlachs, lasse das Rinderfilet links liegen und denke nicht an Gänseleber oder Hummerscheren.

1795 beschloss der in der fränkischen Schweiz (Gasseldorf) geborene Bauernsohn Johann Georg Lahner seinem kargen Heimatdorf den Rücken zu kehren und ging nach Frankfurt, um dort eine Lehre als Fleischer zu absolvieren. Hier beschäftigte sich Lahner intensiv mit der Herstellung von Brühwürstchen. Nach Beendigung der Ausbildung ging er auf Wanderschaft und landete in Wien. 1804 machte sich Lahner hier als Meister mit einer eigenen Selcherei selbstständig. Das Würstchen nannte Lahner „Frankfurter“. Seitdem heißen „Wiener“ in Wien „Frankfurter“ und in Frankfurt „Frankfurter“ „Wiener“. Alles klar?

Wiener mit Senf und Kartoffelsalat sind zu Weihnachten vielleicht nicht die Krone der kulinarischen Kunst aber ganz sicher stressfrei. Solange sich der Kartoffelsalat noch im Mindesthaltbarkeitsbereich bewegt.

Wer es gerne etwas raffinierter hat: Folgende Garmethode praktiziere ich schon seit 2001: Nach einem längeren Besuch am Glühweinstand fehlten mir die feinmotorischen Fähigkeiten zum sachgerechten Öffnen der Wurstpackung. Weil meine Herdplatte nur eingeschränkt funktionierte, landeten die Würste samt Plastikhülle in einem Topf mit lauwarmen Wasser. Am nächsten Morgen waren die Wiener perfekt gegart. Meine Bescheidenheit verbietet es mir, mich als Visionär zu bezeichnen. Aber die Nummer mit der Sous-vide-Köchelei hat sich dann doch rasch verbreitet. Von Paris über London bis nach Frankfurt und Wien.

Frohes Fest!

Euer Johann

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