Das absurde Geschäft mit der Bio-Ware

Schweine, die sich wortwörtlich in einem Saustall befinden. Bilder von beengten Käfig-Buchten. Kartoffeln, die aus Ägypten in die deutschen Supermärkte geliefert werden und für deren Herstellung kostbares Grundwasser verbraucht wird – und das alles verkauft unter dem Label “Bio”? Die meisten Menschen erhoffen sich von Bio Lebensmitteln nachhaltige und ressourcenschonenede Produkte. Doch die Wirklichkeit sieht meistens anders aus!

Kein Platz für regionale Bio-Ware

Aus Ägypten werden sie eingeflogen und in deutschen Supermärkten verkauft: Bio-Kartoffeln. Die regionalen, in Deutschland biologisch angebauten Kartoffeln müssen dafür entsorgt werden. Mit Nachhaltigkeit hat diese Bio-Ware nichts zu tun.

Die ARD berichtete diesen Montag in der Reportage “Wie billig kann Bio sein” von der Absurdität des Biogeschäfts. Kartoffelbauer Jochen Kulow erzählte dort von seiner Misere.  700 Tonnen wertvolle, selbstangebaute Bio-Kartoffeln musste er dieses Jahr in Biogasanlagen und als Viehfutter entsorgen. Das entspricht etwa dem wöchentlichen Verbrauch an Bio-Kartoffeln der Bunderepublik. Eine enorme Menge. Der Grund: Billigere Bio-Kartoffeln aus Entwicklungsländern werden importiert und machen die regional angebauten Kartoffeln damit nutzlos.

Die Schwachstellen von Bio-Ware

Die Marke “Bio” verliert zunehmend an Wert, denn günstige “Bio-Produkte” werden mittlerweile fast in jedem Supermarkt an den Kunden gebracht. Der steht dort mit der Frage im Ungewissen: “Ist das echtes Bio?”. Die meisten Produkte mit Bio-Siegel unterliegen einer großen Öko-Fassade.

So gibt es in den Bio-Richtlinien zum Beispiel keine Richtlinie über den Trinkwasserverbrauch beim Anbau von Bio-Produkten. Das Resultat für unsere Kartoffeln: Während in Deutschland in erster Linie Regenwasser und 10 Liter Trinkwasser für den Anbau von Bio-Kartoffeln verbraucht wird, sind es in Ägypten 300 Liter Trinkwasser. Fossiles Grundwasser geht verloren, die Umwelt wird durch den Transport und den Anbau belastet und regionale Bauern können ihre Ware nicht verkaufen. Dieses Geschäft mit Bio-Ware ist also nicht nur absurd, sondern unverantwortlich.

Unsere Philosophie

Wir lassen uns nicht von einem Siegel blenden, sondern schauen genau hin. Deshalb suchen wir regional produzierende Bauern und Manufakturen auf, von deren Arbeit wir uns an Ort und Stelle selbst überzeugen. Eine nachhaltige Produktion mit Verantwortung für Mensch und Tier ist für diese Menschen selbstverständlich. Wir unterstützen sie in ihrer Arbeit, damit sie auch in Zukunft bestehen können und uns mit den bestmöglichen Lebensmitteln versorgen können. Die Richtlinen für unsere Produkte basieren auf der Slowfood Philosophie, Öko-Richtlinien und gesundem Menschenverstand.

Wir fordern deshalb alle auf, beim Kauf von nachhaltigen Lebensmitteln genau hinzusehen. Nur zusammen können wir etwas bewegen.

Dein TastyTeam

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2 Responses to “Das absurde Geschäft mit der Bio-Ware”


  1. 1 malte September 10, 2012 um 10:21 pm

    das ist aber doch klar, dass man darauf achten muß. also nicht erst seit heute. bio und regional – das geht doch bei mitdenkenden menschen hand in hand.


  1. 1 Bio-Siegel: Nachhaltigkeit ist kein Thema - Küchentipps für Hobbyköche Trackback zu September 7, 2012 um 7:22 pm

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