Das Schwein im Kalbspelz

Kalbswiener aus Schwein, so eine Sauerei!

Schon mal in Kalbswiener gebissen und eine Sauerei (Schweinefleisch) im Magen gehabt? Keine Seltenheit:

Photo von lebensmittelklarheit.de

Wie wir hinters Licht geführt werden beim Lebensmittelkauf

Man kann heutzutage nicht mehr aus der Produktbezeichnung ablesen was in den Lebensmitteln genau drin steckt. Viele Verbraucher wollen heutzutage auch regional einkaufen, werden jedoch von der Verpackung des öfteren Irregeführt. Man sieht nämlich auf der Verpackung nur, wo das Produkt zuletzt verpackt wurde, nicht unbedingt woher die Inhaltsstoffe genau kommen. Das ist legal, jedoch irreführend für den Verbraucher. Anbei ein paar Beispiele:

  • „Kalbswiener“: Ab 15% Kalbsfleischanteil dürfen Wiener Kalbswiener genannt werden, auch wenn über 50% Schweinefleisch verwendet wurden!
  • „Sylter Matjestopf“: Muss kein Sylter Matjes drin sein, der Fisch kann praktisch überall herkommen und auch überall zum Matjestopf verarbeitet werden, solange die Rezeptur aus Sylt stammt.
  • „Büsumer Nordseekrabben“: Kommen zwar aus der Nordsee, werden aber in Marokko gepult da die billigen Arbeitskosten den 6.000 KM Transport rechtfertigen!
  • „Schwarzwälder Schinken“: Trägt das EU-Siegel „geschützte geographische Angabe“ – Muss aber nur im Schwarzwald gewürzt und geräuchert werden, das Fleisch kann wieder aus aller Herren Länder kommen, wo es eben für manche Hersteller die auf den Preis achten am billigsten zu ersteigern ist!
  • „Nürnberger Rostbratwürste“: Müssen ebenso nur in Nürnberg hergestellt werden, das Fleisch kann aus anderen Ländern oder Regionen kommen!

Siehe den sehr informativen Video-Beitrag von Franziska Roth bei Plusminus aus dem ich Teile der obigen Beispiele entnommen habe.

Warum es dazu kam, dass wir nicht mehr wissen was wir essen

1.) Kunden schauen nur auf den Preis.

Dadurch werden die Industriebetriebe gezwungen die Kosten immer und immer wieder zu senken und das geht nur durch Einkauf der billigsten Rohstoffe und Verarbeitung in Billiglohnländern.

2.) Kunden können sich nicht ausreichend Informieren

Die Unternehmen verstecken hinter Kürzeln und hinter zum Teil irreführenden Marketingslogans was wirklich in den Lebensmitteln drin steckt. Wenn man das so genau wüßte, würde man diese Produkte ggf. gar nicht einkaufen.

Wie wir uns wehren können

1. Aufdecken der schwarzen Schafe

Hierfür hat das Verbraucherschutzministerium etwas tatsächlich innovatives und verbraucherschutzfreundliches geschaffen:

Logo von lebensmittelklarheit.de

Das Portal: www.lebensmittelklarheit.de

Hier können Kunden irreführende Produktwerbung oder -kennzeichnung „an den Pranger stellen“. Eine Kommission prüft die Einsendungen, setzt sich mit den jeweiligen Unternehmen in Kontakt und veröffentlicht bei Bestätigung des Verdachtes dieses Produkt.

Es gibt erste Erfolge! Nestles „„Chicken-Nuggets“, […]  laut Verpackung zu 100 Prozent aus Hähnchenbrust [hergestellt],  aber tatsächlich nur aus Formfleisch und Zusatzstoffen zusammengeklebt […], wird es so nicht mehr geben.“ (Bild.de)

Wir finden es super, dass dem Verbraucher endlich eine Stimme gegeben wird um gegen diese immer unverfrorener agierenden Industrieriesen vorzugehen und diese wieder zur Ehrlichkeit zu erziehen.

2. Direkt von ehrlichen Manufakturen und Bauern kaufen

Die einfachste und ehrlichste Art und Weise Lebensmittel zu kaufen ist und bleibt aber immer noch – diese direkt vom Hersteller zu beziehen der alle Inhaltsstoffe regional besorgt und auf Nachhaltigkeit und faires Handeln achtet!

Also, beim nächsten Einkauf vielleicht mal am Marktplatz im Dorf oder in der Stadt vorbeischauen oder direkt bei foodieSquare bestellen 😉

Eine köstliche Zeit wünscht Euch Euer,

Sammy von foodieSquare

PS; Fragen, Kommentare und Anregungen sind herzlich willkommen!

PPS: Anbei ein kurzer Video-Beitrag zu dem Verbraucherschutzportal lebensmittelklarheit.de im Fokus.

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